25.08.2015

Schritt für Schritt zur Webreportage: PicPlayPost

Mit der Smartphone-App PicPlayPost lassen sich Videos, GIFs, Bilder und Audios zu einer Multimedia-Collage zusammenstellen. Sie eignet sich besonders gut, um eigene Artikel, Fotos und Filme in den sozialen Medien mit kleinen Appetithäppchen zu bewerben.

Auf den ersten Blick erinnert PicPlayPost an das Fotosharing-Netzwerk Instagram. Die Entwickler der App aus dem Hause Flambe Studios orientieren sich dabei am gleichen Prinzip: Man wählt die schönsten Bilder aus (“pic”), peppt sie grafisch auf (“play”) – und verbreitet sie dann über die sozialen Netzwerke (“post”). Doch PicPlayPost kann mehr als das. Mit der App lassen sich neben Bilder auch andere Medien miteinbeziehen und kompakte Multimedia-Collagen gestalten.

Vor der Verwendung der App gilt: Die schönsten Bilder, Videos, GIFs und Musik auf dem Smartphone heraussuchen. Wichtig ist, dass all das Material, das in der Multimedia-Collage auftauchen soll, auf dem Smartphone gespeichert ist, sonst klappt die Einbettung der Medien in die Collage nicht. Videos kann man allerdings auch über den Umweg über YouTube einbinden. Leichter ist es allerdings, wenn alles auf dem Smartphone gebündelt ist.

“Pic” – Inhalte wie Legobausteine zusammensetzen

Als erstes entscheidet man sich für ein Layout. PicPlayPost stellt nicht nur verschiedene Varianten der Bildkomposition zur Verfügung, sondern lässt den Nutzer auch wählen, in welchem Bildverhältnis die Collage dargestellt werden soll. Um Medien hinzuzufügen, tippt man zweimal mit dem Finger an die Stelle der Collage, wo der Inhalt platziert werden soll und wählt im nächsten Schritt die eigenen Medien vom Smartphone aus. Achtung bei Videos: Die Länge darf nicht länger als 15 oder 30 Sekunden betragen! Falls das Video länger sein sollte – kein Problem: PicPlayPost erlaubt es, das Video per Fingerbewegung zurechtzuschneiden.

Nachdem alle Felder ausgefüllt sind, kann das Gesamtkunstwerk weiter bearbeitet werden. Mit der Berührung des Feldes Stil können beispielsweise die Dicke und die Farbe des Rahmens bestimmt oder auch die Ecken der Collage abgerundet werden. Musik kann durch Berührung des Musiksymbols hinzugefügt werden.

“Play” – Nachjustierung einzelner Elemente

Mit dem Bearbeiten-Symbol lässt sich beispielsweise auch bestimmen, ob das Video in einer Schleife abgespielt werden soll, oder – falls mehrere Videos in die Collage eingefügt werden sollen – diese nacheinander abgespielt werden sollen. Unter dem Menüpunkt Bearbeiten kann man auch das Wasserzeichen von PicPlayPost, das in der Gratisversion auf jeder Collage rechts unten im Bild zu sehen ist, entfernen. Das kostet allerdings 1,99 € in der hier getesteten iOS-Version.

Einzelne Elemente lassen sich verändern, indem man sie per Fingerberührung anwählt (welches ausgewählt ist, erkennt man an den zwei grünen Kreisen, die das jeweilige Element eingrenzen), dann erscheint in der unteren Leiste ein kleines Menü. Dort kann man – ähnlich wie bei Instagram – die Bilder und Videos mit einem Farbeffekt versehen.


“Post” – Inhalte teilen

Über den Reiter Teilen rechts oben lässt sich die Multimedia-Collage über soziale Netzwerke wie Instagram, Facebook oder Twitter verbreiten oder per E-Mail oder gar SMS verschicken. Falls die Collage auf Instagram gepostet werden soll: Einfach auf das Instagram-Symbol klicken, dann erstellt PicPlayPost eine Videodatei, auf die man über das eigene Smartphone verfügen kann. Im eigenen Instagram-Account kann dort bei Bedarf noch ein einleitender Text dazu geschrieben werden.

Um das Werk auf der eigenen Webseite zu posten, einfach nur noch im eigenen Instagram-Account Video teilen klicken und den Link im Desktop-Browser von Instagram kopieren. Unter dem Reiter More findet sich die Embed-Funktion, das Einbetten der Datei. Warum der Umweg über den Desktop-Browser? Die Smartphone-App von Instagram scheint schlicht und ergreifend keine Embed-Funktion zu unterstützen.

Komplexes Tool mit Potential

PicPlayPost bietet sehr viele Einstellungsmöglichkeiten und wirkt dennoch schlank in der Handhabung. Die Bedienung ist für Smartphone-Nutzer sehr attraktiv und einfach gehalten. Vertippt man sich, kommt man schnell wieder ins Hauptmenü zurück. Auch Fehler lassen sich schnell ausbessern. Die Auswahl an möglichen Verbreitungswegen macht PicPlayPost vor allem für den Social-Media-Bereich interessant.

Etwas schade ist, dass man nur die Wahl hat zwischen höchsten 15 oder 30-Sekunden-Videos. Eine hilfereiche Funktion wäre auch, dass man die Position der Bilder innerhalb der Bildkomposition per Drag and Drop ändern könnte. Denn oft merkt man erst am Ergebnis, dass man lieber ein Bild an einer anderen Stelle platziert hätte. Will man bei PicPlayPost die Komposition ändern, muss man leider das gewünschte Medium nochmal neu an die gewünschte Stelle einfügen. Das nervt und kostet ein bisschen Zeit. Schade!

Achtung: Hier wurde die iOS-Version besprochen. Die Vorgehensweise in der Android-Version kann leicht abweichen.

picplaypost

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in: JOURNALISMUS & TECHNIK, Produzieren, Publizieren
  • Über Daniela Späth

    Daniela Späth hat ein Volontariat bei der Deutschen Welle (Jahrgang 2013-2015) abgeschlossen und arbeitet für mehrere Magazinsendungen der DW als Autorin, Videojournalistin und Social-Media-Redakteurin. Sie liebt alles, was mit Video zu tun hat und hasst es, wenn ihr Smartphone-Akku versagt oder das monatliche Datenvolumen schon nach der ersten Woche des Monats aufgebraucht ist. Auf ☞ Bleiwüsten.de bloggt sie über multimediales Storytelling.

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