13.08.2015

Journalisten-App der Woche: Tastemade

Sie wollten schon immer mal freiberuflicher Restaurantkritiker werden? Hier ist Ihr neues mobiles Video-Arbeitswerkzeug: Tastemade.

Wenn Sie ausgemachter Foodie sind und sich im Internet umtreiben, dann kennen Sie Tastemade vielleicht. Schließlich gehört das 2012 gegründete Start-Up laut Fast Company zu den 10 innovativsten Unternehmen, die sich mit Essen beschäftigen.

Schnell und einfach

Die Geschäftsidee, für die die Gründer mehr als 40 Millionen Dollar an Funding eingetrieben haben, lautet ungefähr so: Mit einer Mischung aus professionell produzierten und user-generated Inhalten rund um das Essen zur zentralen Foodie-Anlaufstelle werden – egal, ob in sozialen Netzwerken, sonst wo im Internet oder im Kabelfernsehen. Gut. Und was hat das jetzt mit der Journalisten-App der Woche zu tun?

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Tastemade hat eine kleine schöne kostenlose Video-App gebastelt, mit der man sehr schnell und sehr einfach gut aussehende kleine Videos anfertigen kann. Dafür braucht man natürlich nicht zwangsläufig Tastemade. Es gibt umfangreichere Videoschnittlösungen wie KineMaster auf Android oder iMovie auf iOS und es gibt kleine schnelle Lösungen wie YouTube Capture.

Vine + Instagram + YouTube

Tastemade füllt aber eine Lücke. Es macht die Videoproduktion – die sich natürlich nicht nur um essbare Inhalte drehen muss – einfach und unmittelbar. Denn wenn man unterwegs mit dem Telefon Videos anfertigt, dann muss es schnell und intuitiv gehen und es sollte im Idealfall „nach etwas aussehen“. Und das gelingt Tastemade mit einer Art Mischung aus Vine, Instagram und YouTube.

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Sobald man sich einen Account angelegt hat, kann man mittels des Kamerasymbols mit der Produktion starten. Angeboten werden einem die beiden Formate „Quick Take“ (Dauer: 20 Sekunden) und „Full Scoop“ (Dauer:1 Minute). Danach wird man Schritt für Schritt durch die Anfertigung des Videos geleitet. Beispiel: Im Intro des „Full Scoop“ werden wir angehalten zu berichten, warum wir an diesem Ort sind, dafür haben wir zehn Sekunden Zeit.

Senderedakteur im Telefon

Weiter geht es mit fünf kurzen Clips, die einen Eindruck von der Umgebung verschaffen sollen, gefolgt von einem kurzen Aufsager über die Highlights (Dauer: 15 Sekunden). Heraus kommen so immer mehr oder weniger sehenswerte kleine Videoproduktionen, die sich unter anderem bei Facebook, Twitter, Pinterest, Instagram oder Vine verbreiten lassen.

Gerade für nicht erfahrene Videoproduzentinnen und -produzenten ist das äußerst praktisch. Schließlich sitzt der Senderedakteur quasi mit im Telefon und gibt Anweisungen. Für Puristen der mobilen Videoproduktion beruhigend: Bei Tastemade wird im Querformat gefilmt!

Tastemade – kostenlos für iOS und Android

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Eigentlich gedacht, um – Zitat – „einminütige Clips von angesagten Orten deiner Stadt“ anzuschauen, und zum Listen anlegen von Orten, „die du gerne sehen möchtest oder bereits gesehen hast“, beinhaltet Tastemade eine veritable kleine Videoproduktionseinheit – Social Media Anschluss inklusive.

Für die schnelle und intuitive Produktion von kleinen Videoformaten geeignet. Nicht nur, wenn man Hunger hat.

 

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in: JOURNALISMUS & TECHNIK, Produzieren, Publizieren

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