08.06.2015

Journalisten-App der Woche: Storyo

Karten sind die Zukunft des Internets. Hört man hier und da. Damit gemeint sind hier allerdings keine Landkarten, sondern kleine multimediale Geschichten, die man mit Apps wie Storyo produziert.


Robb Montgomery ist ein umtriebiger Geselle. Der selbsternannte Mobile Video Experte probiert sehr viel mit seinem Smartphone herum, postet die Ergebnisse dann auf seiner Seite und bietet danach Seminare an, um das Gesehene zu erlernen. Schlau! Bei Montgomery bin ich auf die App Storyo gestoßen. Ein Programm das „Photos in Geschichten umwandelt.“

Wer sich jetzt fragt, was er oder sie mit einem halbautomatischen Slideshow-Tool soll, der kann sich ja erst mal anhören was Storyo so kann. Und wie es funktioniert. Nach dem man dem Programm Zugriff auf die eigenen Fotos gewährt hat, hat kann man eine beliebige Anzahl von Bilder chronologisch (Von – Bis) auswählen. Daraus generiert Storyo dann eine Slideshow.

Ganz schick

Soweit, so einfach. Die Diashow kann eine Länge von 15, 30 oder 60 Sekunden haben und eignet sich deshalb unter anderem gut für Instagram Video (15 Sekunden) oder Twitter Video (30 Sekunden). Es gibt verschiedene Themes (Flip, Matik, Blurd, etc.) die das Ergebnis jeweils etwas anders aussehen lassen. Ein ganz schöner Clou: Storyo liest die Geo-Daten und den Zeitstempel aus und arbeitet damit. So werden Stories beispielweise direkt auf Landkartenausschnitten positioniert. Ganz schick.

Bildschirmfoto 2015-06-02 um 09.36.35

Das nun automatisch generierte kleine Video lässt sich im Anschluss ein wenig finetunen – das heißt, man kann zum Beispiel Bilder auswechseln. Außerdem kann man aus verschiedenen angebotenen Hintergrundmusiken wählen oder auf die eigene Musikbibliothek zurückgreifen. Vorsicht vor eventuellen Copyright-Verletzungen bei der Veröffentlichung. Die erstellten Geschichten lassen sich aus der App heraus direkt veröffentlichen. Man kann sie aber ebenfalls einfach für später abspeichern.

Schnell basteln, schnell veröffentlichen

Wozu braucht man jetzt Storyo? Nun ja, brauchen ist relativ. Die Ergebnisse sind ganz hübsch und – der Name deutet darauf hin – es geht hier um Geschichten. Visuell starke kleine Stories lassen sich mit Storyo sehr schnell basteln und veröffentlichen. Perfekt geeignet für soziale Medien wie Instagram. Oder oder auch gut geeignet für Messaging Dienste wie WhatsApp oder Viber.

Making tutorials that show how to make #mojo story cards like this using your iPhone. www.smartfilschool.com

Ein von robb montgomery (@robbmonty) gepostetes Video am


 

Die kleinen Story-Karten lassen sich schnell erstellen und schnell teilen. Und sie funktionieren sehr gut auf mobilen Geräten. Für alle die sich in die Thematik Story-Karten einlesen wollen, empfehle ich den Artikel „Why cards are the futue of the web.“

 

Storyo – iOS, Android, Fire OS

Bildschirmfoto 2015-06-02 um 09.28.45

Ein Dienst den man sich mal gut anschauen kann, wenn man aus mehreren Fotos eine kleine Geschichte erstellen möchte. Und keine Probleme mit Automatisierung hat. Für mehr Infos gibt es hier ein FAQ des Dienstes.

Profis und Leute mit zu viel Zeit kombinieren natürlich verschiedene Werkzeuge bei der Gestaltung einer multimedialen Story-Karte. Robb Montgomery hat hier einfach mal sechs verschiedene Dienste genutzt. Und zwar Camera+, Legend, Storyo, PicPlayPost, Instagram und IFTT.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in: JOURNALISMUS & TECHNIK, Produzieren, Publizieren

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.