27.08.2014

Die Welt aus der Sicht von torial im August 2014

Es ist geschafft!
Vor drei Wochen haben wir die „August-Schwingenstein-Stiftung“ gGmbH gegründet. Noch mal zum Mitschreiben: August war einer der Gründer des „Süddeutscher Verlag“. Und er war der Großvater von Konrad Schwingenstein, der auch der Hauptanteilseigner der Stiftung ist, der sie finanziert und überhaupt der Grund ist, warum wir das alles machen können, was wir machen.

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August Schwingenstein

torial ist also jetzt das Projekt einer Stiftung und das bedeutet, dass torial transparent gemeinnützig ist und bleibt. Und es bleibt auch für seine Nutzer kostenlos.
Aus gegebenem Anlass hier auch noch eine Klärung am Rande: immer wieder haben uns semi-irritierte bis offen feindselige Nachfragen erreicht, was wir eigentlich mit „Audible“ zu tun haben?! Bis jetzt wurde torial von der Audible Web GmbH betrieben. Diese hat und hatte nie etwas zu tun mit „Audible“ oder mit anderen konzernigen Unternehmungen! Ich könnte ja jetzt sagen, „wer lesen kann, ist klar im Vorteil!“ – aber ich will niemanden ärgern, und wie gesagt – jetzt sowieso Stiftung!

Wir hoffen, dass sich das rumspricht! Und dass es einen Effekt hat und uns User bringt! Denn das hatten wir uns anders vorgestellt, ganz ehrlich. Bei torial sind immer noch nicht ganz 2.500 Journalistinnen und Journalisten vertreten. Mehr als sonst wer hat, aber zu wenig. Und das trotz einigem Wind, den wir schon gemacht haben und trotz viel gelobtem Design, tollen Funktionen, einfachster Bedienbarkeit und Kostenlosigkeit. Abgesehen von tausend kleinen und mittleren Fehlern, die wir gemacht haben, stellen wir fest, dass JournalistInnen misstrauische Menschen sind (sollen sie ja auch), dass es der 183ste digitale Messias eben nicht leicht hat und dass solch vergleichsweise komplexe Angebote wie torial schwer wahrgenommen werden von einer Zielgruppe, die von Berufs wegen ohnehin wenig Zeit hat und sich, auch von Berufs wegen, ohnehin die ganze Zeit mit jeder digitalen Morgenröte auseinandersetzen muss.

Egal – wir glauben fest dran. Journalismus verlässt die alten vertikalen Hierarchiestrukturen und wird flüssiger, dynamischer, agiler und vor allem: kooperativer. Diese Kooperationen müssen spontan möglich sein und sie müssen fachlich basiert sein. Damit das funktioniert, braucht Journalismus einen eigenen Raum, eine eigene semantische Ordnung und für den einzelnen Journalisten eine einfache Möglichkeit, seine thematische Marke im richtigen Kontext zu positionieren. Klar, oder? Also, warum hat einer noch kein torial-Portfolio, zum Henker!?

Andere glauben übrigens auch dran. Da freuen wir uns:
Weltreporter Logo
DFJV Logo CMYC

Weiter wird uns sicher auch die englische Version bringen. Und mit aller gebotenen Vorsicht: dieses Jahr klappts noch damit! Wir versprechen es jetzt einfach mal.

Das wäre auch gut, weil wir nämlich bei der EU Fördergeld beantragen und damit MOOCS produzieren werden. Thema: „Brücken über den digitalen Graben. Wie macht sich der Journalist das Netz gefügig?“ Unsere Partner bei dem Antrag sind:

Wir sind auf jeden einzelnen stolz und haben sicherlich gute Chancen den Antrag durchzubringen. Im März 2015 kommen die Ergebnisse.

Wir verbleiben mit der opportunen Bitte an euch:
Werdet torialisten, werdet aktive torialisten, fangt neue torialisten und helft uns, das digitale Kollektiv für Journalismus weiter aufzubauen.
Danke.

1 Kommentare zu diesem Artikel


  1. BÄM!

    i <3 torial!



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