16.12.2013

Inspirierendes auf die Ohren

Podcasts können eine interessante Inspirationsquelle für neue Themen sein – gerade unterwegs. Wir stellen vier Anhörprogramme für Android und iOS vor.

Monothematische Podcasts sind eine gute Sache, wenn man sich mal ganz unhektisch auf eine Sache konzentrieren will.  Tim Pritlove, einer der deutschen Podcast-Pioniere, hat recht, wenn er sagt, die Internet-Hörsendungen seien “die Wiederentdeckung der Langsamkeit” im schnelllebigen Netz. Besonders gut zum Rezipieren von Podcasts eignen sich mobile Apps für Smartphones, mit denen man auch in der S-Bahn, beim Waldspaziergang oder im Flugzeug zuhören kann. Wir haben vier Anhörprogramme für Android und iOS zusammengestellt, die sich besonders gut eignen.

iOS: Instacast

Instacast (5 Euro) stammt von der Ludwigsburger Firma Vemedio und wurde gerade für Apples neues Mobilbetriebssystem iOS 7 angepasst. Die App bietet alle wichtigen Funktionen, die man braucht und kommt mit einer zurückgenommenen Oberfläche, die den Hörgenuss nicht stört.

instacast

Wer noch nicht weiß, was er hören will, bemüht die umfangreiche Suchmaschine – sie enthält neben internationalen Angeboten auch deutschsprachige. Ist ein interessanter Podcast gefunden, lässt er sich mit zwei Klicks abonnieren und regelmäßig herunterladen.

Praktisch ist die “Up Next”-Funktion, mit der man bereits während eines laufenden Podcasts definieren kann, was es als nächstes zu hören geben soll. Die aktuelle Version der App kann zudem besser mit mehreren Podcast-Downloads gleichzeitig umgehen, was das Herunterladen beschleunigen dürfte.

Im Hörbetrieb sehr praktisch sind die zwei Skip-Tasten, mit denen man eine Sendung mit einem Klick um eine bestimmte Zeit vor- oder zurückspulen kann. Podcasts können auf Wunsch auch schneller abgespielt werden, ohne dass sich die Tonhöhe verändert.

Android: Hipstacast

Hipstacast (kostenlos) gehört zu den übersichtlichsten Podcast-Clients unter Android. Statt buntem Schnickschnack kommt man sofort an die Inhalte. Die App liefert eine praktische Suchfunktion und erlaubt es, Podcast-Abonnement-Sammlungen auch aus dem Internet zu importieren, was mittels Browser funktioniert.

hipstacast

Hipstacast merkt sich, wo man bei einem Podcast geblieben ist und bietet einen Downloadmanager, um die Datenleitung nicht zu überlasten. Bei der Wiedergabe wünscht man sich dagegen mehr Funktionen.

iOS: Downcast

Downcast (2,69 Euro) ist der direkte Konkurrent von Instacast und setzt auf ein ähnlich hübsches Interface, das sich an iOS 7 orientiert. Dafür läuft die ab aber bereits auf iOS 5, so dass man sie beispielsweise auch mit einem iPad der ersten Generation verwenden kann. Mittels Apples Speicherdienst iCloud kann man Abos zwischen Geräten synchronisieren.

Sogenannte Smart Playlists erlauben es, Podcasts aus verschiedenen Quellen zusammenzustellen, die zu bestimmten Themengebieten passen. Der Download einzelner Episoden kann automatisch oder von Hand erfolgen.

Wer einen Podcast nicht herunterladen will, kann ihn auch als Stream anhören, wozu allerdings eine dauerhafte Internet-Verbindung notwendig ist. Eine Unterstützung von AirPlay ist ebenfalls eingebaut, damit ist es möglich, Podcasts auch an Apples Multimediabox Apple TV zu schicken, um eine Sendung dann auf dem Fernseher zu hören.

Android: Podkicker Pro

Wem Hipstacast zu einfach ist, sollte einen Blick auf Podkicker Pro werfen. Die 2,75 Euro teure App bietet ein Podcast-Verzeichnis mit 200.000 Einträgen, macht Vorschläge anhand bereits abgespielter Episoden und integriert auch die Möglichkeit, Podcaster über den Bezahldienst Flattr zu honorieren. Navigiert wird über Wischgesten.

Die App bietet ansonsten diverse nette Kleinigkeiten wie einen Sleeptimer, bei dem sich die Anwendung abschaltet, wenn länger nicht mit ihr interagiert wird, liefert einen optisch reduzierten “Car Mode” fürs Auto mit und sammelt Episoden in Kategorien. Im Gegensatz zu Hipstacast kommt Podkicker Pro zudem ohne Reklame aus.

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