28.11.2013

Googles Werkzeugsammlung für Journalisten

Google hat Journalisten einiges mehr zu bieten als Web-Suchen. Da der Internetkonzern ständig Neues entwickelt, kann man auch leicht etwas übersehen. Das ganze Angebot für Journalisten und Medienhäuser findet man bei den „Google Media Tools“.

Die „Media Tools“ sind in sechs Kategorien unterteilt: „Gather and Organize“, „Engage“, „Visualize“, „Publish“, „Develop“, „Additional Ressources“.

google media tools

Bei „Gather and Organize“ lernen Journalisten unter anderem über erweiterte Suchmöglichkeiten, schlau zu werden aus Suchanfragen-Trends und sich von „Alerts“ automatisch eine Mail schicken zu lassen, wenn es neue Medienberichte zu einem bestimmten Thema gibt. Google verweist natürlich auch auf sein Online-Speicherangebot „Drive“ – Journalisten sollten angesichts der Enthüllungen über das Muscular-Programm der NSA aber stark darauf achten, dort keine zu vertraulichen Daten zu speichern.

Die Hinweise auf Google+, Hangouts und YouTube unter „Engage“ sind wahrscheinlich nicht so nötig wie jene auf das ganze „Visualize“-Paket. Dieses enthält unter anderem Maps Engine, Maps API, Crisis Map, Google Earth, Charts und Fusion Tables. Letztere werden bei Journalisten immer populärer, weil sich so Tabelleneinträge schnell auf Karten darstellen lassen.

Mit Google Charts lassen sich interaktive Grafiken erstellen, die sogar in Karten der anderen Google-Dienste einbindbar sind. Crisis Map wiederum ermöglicht eine crowdgesourcte Karte von Katastrophenhilfe – aktuell weist sie auf die Philippinen. Mit den anderen Karten-Tools lässt sich ebenfalls viel machen, etwa Veränderungen im Zeitraffer darstellen (Earth Engine Timelapse) oder ausführliche Karten mit mehreren Ebenen erstellen (Maps API sowie Fusion Tables Wizard).

Auch Medienunternehmen gibt Google Hinweise: Wie sie am besten bei Google News und der Bildersuche abschneiden, und wie ihre Website am besten gefunden wird (Webmaster Central). Ebenso können sie erfahren, wie Besucher sich auf der eigenen Seite bewegen (Analytics), und wie sich auf der eigenen Seite eine Google-Suche einbinden lässt.

Ein weiterer Aspekt ist das Verbessern von Medien-Websites und Nachrichten-Anwendungen. Dafür emphiehlt Google besonders das Web Toolkit und die App Engine.

Unter “Additional Resources” fasst Google schließlich das zusammen, was nirgends anders richtig passt: Den (sehr US-lastigen) Wahlergebnis-Dienst Politics & Elections, den Transparency Report über Einflussnahme auf Google und das Internet sowie Googles Crisis Response, der dazu dient, bei Katastrophen Online-Hilfe zu leisten.

Allen, die sich nicht täglich mit Googles Neuerungen auseinandersetzen, hilft diese Übersicht sicherlich. Die knappe und gebündelte Darstellung der einzelnen Dienste ist etwas, das sich nicht nur Journalisten schon länger für Google gewünscht haben.

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