11.07.2013

Wie schreibe ich ein Exposé für das Fernsehen?

Michael Schomers ist seit 30 Jahren Fernsehjournalist und hat in dieser Zeit unzählige Exposés geschrieben. In diesem spannenden Text, teilt er seine Erfahrungen mit Euch.

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Eine Idee ohne Exposé ist nur ein flüchtiger Gedanke.

Egal, ob es sich um ein Exposé für eine längere Dokumentation oder einen kurzen Fernsehbeitrag handelt: Erst wenn das Thema ausgebreitet und zugespitzt und durch die filmische Umsetzung ergänzt ist, besteht überhaupt eine Chance, es zu realisieren.

Ich habe das oft erlebt. In unserer wöchentlichen Konferenz in der Produktion geht es um den Stand der Dinge und die Organisation. Aber dazu gehört natürlich auch der Tagesordnungspunkt „Neue Produktionen, Planungen“, also mögliche neue Themen. „Man könnte doch mal was machen über … Geisterhäuser“, schlägt jemand vor. Ich erwidere, ja, das könnte ich mir durchaus vorstellen, ob er denn mehr darüber wisse. Nein, er habe nur gestern irgendwo irgendetwas dazu gesehen und dann ein wenig im Internet herumgegoogelt. Und da gäbe es viele solcher Geisterhäuser, Geisterjäger, ja, eine ganze Geistergemeinde im Internet und viele, viele Geschichten. Meine Antwort: „Ja, recherchiere das mal, besorge am besten mal einen Experten, mit dem wir darüber reden können. Und schreib dann mal ein Exposé.“ Wir haben unzählige solcher und ähnlicher Gespräche geführt, bei Konferenzen, aber auch im Café oder während der Fahrt zu einem Dreh. Nur: Ich habe ganz selten danach auch wirklich ein Exposé zum Thema bekommen, mit dem ich als Produzent weiterarbeiten konnte. Oft bleibt es bei solchen vagen Ideen, die niemals weiter recherchiert und zu einem tragfähigen Themenvorschlag ausgearbeitet werden. Eine solche Idee ist ein NICHTS. Und das reicht nicht. Erst mit einer Grundrecherche und einem Exposé wird aus dem flüchtigen Gedanken ein Themenvorschlag.

Dazu gehört natürlich die Recherche, wie viele Filme es schon über das Thema gegeben hat. Wenn ich dann feststelle, dass in den vergangenen zwei Jahren bereits mehrere Sender das Thema hatten, sollte man sich direkt davon verabschieden. Es sei denn, man hat einen wirklich ganz besonderen Zugang oder eine ganz neue Sichtweise. Aber auch das hilft nur bedingt, denn oft wird nach dem Muster entschieden: „Filme über Wüsten hatten wir mehrfach, machen wir in den nächsten Jahren nicht mehr!“

 

Wie muss ein Exposé aussehen?

Zunächst einmal ist es wie bei vielen anderen Themen: DAS Exposé gibt es nicht, genauso wenig wie eine Regel, wie lang, wie ausführlich ein Exposé sein muss. Jede Autorin und jeder Autor hat eine eigene, ganz besondere Art, ein Exposé zu schreiben. Es gibt kurze, knappe und lange, ausführliche, manche sind bis ins Detail ausgeführt, andere nur grob skizziert. Eine vorgeschriebene Form gibt es in der Regel nicht, obwohl inzwischen manche Redaktionen ihre eigenen Formen und Formulare entwickelt haben.

Genauso wenig gibt es einen Leitfaden „Wie schreibe ich ein gutes Exposé?“ Denn das hängt auch immer von den verschiedensten Bedingungen ab, vom Sujet, der Redaktion, dem Sender, dem Sendeplatz etc. Auf jeden Fall soll das Exposé der Redaktion ein Thema möglichst so darstellen und nahebringen, dass daraus ein Auftrag wird, dieses Thema zu realisieren.

Es gibt Redaktionen, die festlegen, dass ein Themenvorschlag nicht mehr als zwei, drei oder vier Zeilen oder Sätze umfassen darf. Auf der anderen Seite gibt es Exposés, die sich in epischer Länge über viele Seiten ergießen. Länge und Form eines Exposés sind von mehreren Faktoren abhängig:

  • Länge des geplanten vorgeschlagenen Beitrags
  • Sendeplatz
  • Vorgaben der Redaktion
  • Kenne ich den Redakteur?

Natürlich sind Länge und Form zunächst davon abhängig, für welchen Sendeplatz der Beitrag vorgesehen ist und welche Länge er haben soll. Ein Zehnminüter hat einen ganz anderen und in der Regel komplizierteren dramaturgischen Aufbau als ein Dreiminüter, den ich mit drei oder vier Sätzen beschreiben kann. Auf jeden Fall muss der Redakteur sofort wissen, worum es geht – und sich den Beitrag vorstellen können. Das ist der entscheidende Punkt.

Von zwei Studenten erhielt ich folgenden Themenvorschlag für einen Fünfminüter, der im Rahmen einer Reportageübung realisiert werden sollte: Es ging um einen Kiosk in einem sozialen Brennpunkt im Ruhrgebiet. Die Studenten schrieben u. a.:

In dem Stadtteil steht eine reiche Anzahl von Kiosken an beinahe jeder Straßenecke. Einen von ihnen wollen wir ein paar Stunden unter die Lupe nehmen. Im Mittelpunkt der Doku steht der Besitzer des Kiosks, der über seine Arbeit, die Probleme des Alltags und die Stadtteilgeschichten redet, die er in seiner Zeit an seinem Büdchen schon so erlebt hat. Nebenbei kommen natürlich immer mal wieder Leute vorbei, um sich dies und das zu kaufen. Neben der Dokumentation des Ablaufs an einem solchen Kiosk kommt der Betreiber selbst in kleinen Interviewpassagen immer wieder zu Wort.

Was soll ich damit anfangen? Abgesehen von der sprachlichen Holperigkeit: So geht es natürlich nicht. Denn wir erfahren über den Protagonisten, den Besitzer des Kiosks, gar nichts. Und das genau muss in einem Exposé dargestellt werden. Also z. B. so:

Vor 35 Jahren hat Max S. seinen Beruf als Postbeamter an den Nagel gehängt und sich im Norden des Ruhrgebiets einen Kiosk gekauft. Mitten im sozialen Brennpunkt. „Mir war das einfach bei der Post zu langweilig“, erzählt er. Ab morgens früh um sieben Uhr steht der massive Zwei-Meter-Mann, den man sich eher als Ringer, Holzfäller oder Seemann vorstellen kann, in seinem Kiosk. Die Regale sind voll geräumt mit Zeitungen, daneben das Zigarettenregal. Eine halbe Wand ist reserviert für die Fan-Utensilien vom BVB, die um den kleinen Fernseher herum gruppiert sind. Wenn Spiele des Vereins im Fernsehen übertragen werden, ist hier im Kiosk die Hölle los. Aber auch, wenn es hier ganz voll ist, eines ist allen klar: Max ist der Chef. Seine hellblauen, strahlenden Augen bilden einen scharfen Kontrast zu seinen roten Haaren und dem mittlerweile fast weißen Vollbart. In seinem Kiosk ist von morgens früh um sieben bis abends um 22 Uhr immer etwas los. Und die meisten kommen nicht nur, um Zeitungen, Zigaretten, Brötchen, Getränke oder – abends – ein paar Lebensmittel zu kaufen. Bei Max trifft man sich, um einen Kaffee oder ein Bier zu trinken und zu quatschen. Oft über Fußball, aber auch über das Leben im Stadtteil, die da oben und wir da unten und über Gott und die Welt.

Schon besser. Die kurzen Beschreibungen und die Zitate machen das Exposé lebendig. Das vermittelt einen sinnlichen Eindruck vom Thema – man kann sich den Protagonisten und den Film schon vorstellen. Und zwei, drei Fotos können bei so einem Themenvorschlag für einen längeren Film auch nicht schaden.

 

Die erste Seite und der Rest

„Man teilt ein Exposé in zwei Teile: die erste Seite und den Rest“, schrieb einmal der Kollege Gregor A. Heussen. Wir können davon ausgehen, dass in einer Fernsehredaktion täglich mindestens fünf bis zehn Themenvorschläge/Exposés ankommen. Exposés von total unterschiedlicher Qualität und Quantität. Manche sind gut gemacht, manche schlecht, sie sind kurz oder lang, mit oder ohne Bilder. Ich habe schon Exposés gesehen, die fast Kunstwerke waren. Mit selbst gestalteten Einbänden aus verschiedenen Materialien, langen Fotoanhängen und sogar kleinen Give-aways. Alles nur, um die Aufmerksamkeit für das vorgeschlagene Thema zu erwecken. Ob sich solche Arbeit für die Kollegen gelohnt hat, weiß ich nicht. Aber die Praxis in der Redaktion sieht wohl eher so aus: ein schneller Blick auf die erste Seite und dann die spontane Entscheidung – „könnte interessant sein“ oder „interessiert mich nicht“, was meistens gleichbedeutend ist mit „das schaue ich mir noch mal näher an“ oder eben ein schnelles „weg damit“.

Es ist wie bei einer Bewerbung. Da geht es im ersten Schritt zunächst einmal darum, überhaupt zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

Und deshalb spielt in der Tat die erste Seite bei einem Exposé eine wesentliche Rolle. Ich schreibe immer auf der ersten Seite nach dem Titel einen kurzen Absatz, in dem der Film auf den Punkt gebracht wird. Für einen kurzen TV-Beitrag reicht natürlich in der Regel auch ein kurzer Themenvorschlag, d. h. maximal eine halbe Seite. In manchen Redaktionen gibt es dazu sogar ein Formblatt.

Die wesentlichen Punkte sind:

  • Adressat: Für welchen Sendeplatz, für welche Adressaten ist der Themenvorschlag gedacht?
  • Titel
  • Abstract/Logline (Beitrag wird in wenigen Sätzen geschildert)
  • Aufhänger, Hook (wenn vorhanden)
  • Inhalt
  • die Filmgeschichte, die Story
  • filmische Umsetzung
  • Informationen zum Autor (wenn er der Redaktion nicht bekannt ist)

 

Das sind die Punkte, die eine Redaktion braucht, um zu entscheiden, ob der Beitrag realisiert werden soll oder nicht – und nur darum geht es zunächst.

 

Gehen wir die Punkte im Einzelnen durch:

Der Sendeplatz

Die Voraussetzung für einen guten Themenvorschlag: Man muss den Sendeplatz kennen, für den man ein Thema vorschlägt, und das Thema entsprechend so formulieren, dass es „passt“. Thema und filmische Umsetzung müssen genau auf den speziellen Sendeplatz zugeschnitten sein. Vor Kurzem sagte mir eine Redakteurin, dass sie 50 Prozent der Themenvorschläge, die sie bekomme, direkt aussortiere, weil sie von vornherein nicht zum Sendeplatz passten. „Viele kennen den Sendeplatz gar nicht“, meinte sie. Ständige Aufgabe für jeden Fernsehautor ist daher die Sendeplatzbeobachtung.

 

Der Titel

Auch wenn es meistens nur ein vorläufiger Arbeitstitel ist, der Titel ist sehr wichtig. Denn er fokussiert das Thema. Nehmen wir den oben geschilderten Themenvorschlag vom Kiosk im Ruhrgebiet. Ein solcher Film oder Beitrag kann ja ganz unterschiedlich aussehen. Es kann ein Porträt von Max sein, vielleicht mit dem Arbeitstitel „Max, der Kiosk-Besitzer hat alles im Griff“. Genauso aber könnte der Titel auch lauten: „Treffpunkt Kiosk“, also ein Beitrag über die verschiedenen Typen, die sich regelmäßig dort treffen. Dann ist Max ein zwar wichtiger, aber eben nur einer von mehreren Protagonisten. Vielleicht spielt er sogar nur eine kleine Nebenrolle, um es mal im Spielfilmjargon zu sagen, und hauptsächlich geht es um zwei andere Protagonisten.

Vielleicht steht die Konkurrenz der vielen Kioske in der Umgebung im Mittelpunkt. Oder das soziale Leben wird thematisiert, was die Nachbarn zu den im Sommer vor dem Kiosk sitzenden, Bier trinkenden und lärmenden Kunden des Kiosks sagen. Oder es geht um die Mitarbeiter von Ordnungsamt oder Polizei, die immer wieder mit Lärmbelästigungen konfrontiert sind.

Also: ein Thema, aber viele verschiedene Facetten und damit viele verschiedene Titel.

 

Das Abstract/Logline

Das Abstract bzw. Logline ist eine sehr kurze Zusammenfassung des Beitrags in ein paar Sätzen, die demjenigen, der das liest, klar macht, worum es geht und er sich den Film ungefähr vorstellen kann.

 

Der Inhalt und der „Aufhänger“

Hier müssen die wesentlichen Informationen, der Inhalt des Beitrags vermittelt werden. Oft hat das Thema einen Aufhänger, einen sogenannten „Hook“, also Haken. Warum ist der Stoff überhaupt so wichtig und interessant, dass man einen Film daraus machen sollte? Ist es ein neues Thema, gibt es einen aktuellen Aufhänger, etwas ganz Besonderes, einen neuen, originellen Zugang, einen interessanten Protagonisten oder was macht das Thema sonst interessant? Ist es ein Thema, das viele Menschen betrifft? Der aktuelle Anlass kann ein aktuelles Ereignis, eine aktuelle Nachricht, ein Jahrestag, eine Veröffentlichung etc. sein.

Aber es gibt natürlich auch Themen, die keinen aktuellen Anlass haben, aber auch so interessant sind. Dann sollte man an dieser Stelle aber kurz ausführen, warum dieses Thema (trotzdem) interessant ist: weil man das so noch nie, nur selten, lange nicht mehr, so noch nicht gesehen hat und so weiter. Auf jeden Fall: Das Exposé muss den Redakteur „anmachen“, er muss nach dem Lesen den Film so interessant oder wichtig oder/und spannend finden, dass er ihn gerne realisieren will.

 

Die Story

Unabdingbar ist, auch für einen kurzen Fernsehbeitrag, die Filmgeschichte oder, neudeutsch gesagt, die „Story“. Wenn die wesentlichen Inhalte und die aktuelle oder allgemeine Bedeutung des Themas kurz und knapp dargestellt worden sind, sind wir beim nächsten Schritt: Wie soll der Film aussehen? Also, wenn schon möglich: Aus welchen Teilen soll der Beitrag bestehen? Mit wem sollen Interviews geführt werden – was soll/wird er ungefähr sagen? Welche Bilder von welchen Situationen soll es geben? Dabei gibt es entscheidende Unterschiede zwischen dem sogenannten „gebauten Beitrag“ und einer kleinen Reportage, die aus der Dokumentation von Situationen besteht, die ich noch nicht genau vorhersagen kann. Aber auch in diesem Fall kann ich den Rahmen skizzieren und es muss klar werden, warum es genau diese Situation sein soll. Der gebaute Beitrag hat dagegen eine Struktur, die von Anfang an im Wesentlichen festliegt, also Drehsituationen, Interviews etc.

Bei einer Reportage, wie bei unserem Beispiel von Max, dem Kiosk-Besitzer im Ruhrgebiet, ist das anders. Da muss sich das Team darauf einlassen, was vor Ort passiert. Aber auch dieser Dreh muss im Vorgespräch genau vorbereitet werden, man muss wissen, welche Gäste wahrscheinlich kommen, was passieren könnte. Doch die Reportage lebt im Wesentlichen von Überraschungen und Ereignissen, die nicht zu planen sind.

 

Die filmische Umsetzung

Hier muss nochmals beschrieben werden, in welcher Form der Film realisiert werden soll. Das ist bei einer Reportage relativ einfach. Da heißt es oft: „Wir begleiten X oder Y zwei Tage/eine Woche in seinem Alltag.“

Damit ist alles klar.

 

Das Äußere

Ist die Aufmachung wichtig? Mal wieder lautet die Antwort Ja und Nein. Eine außergewöhnliche, interessante Darstellung, mit Bildern anschaulich aufgemacht, kann sicherlich helfen, die Aufmerksamkeit des Redakteurs zu wecken. Aber die tollste Aufmachung hilft nicht, wenn der Stoff nicht interessant genug ist. Auf der anderen Seite gilt: Wenn es spannend ist, reicht im Zweifelsfall auch eine Schreibmaschinenseite. Aber auch hier gibt es keine Regel, kein Rezept.

 

Der Autor

Wenn man der Redaktion als Autor noch nicht bekannt ist, ist es unbedingt notwendig, ein paar Informationen über sich selbst hinzuzufügen, weil die Redaktion natürlich gerne wissen möchte, mit wem sie es zu tun hat.

Denn es sind immer die drei grundlegenden Fragen:

  • Ist das Thema interessant?
  • Ist die filmische Umsetzung gut?
  • Ist der Autor in der Lage, es in der gewünschten Qualität umzusetzen?

Wenn eine davon negativ beantwortet wird, ist das meistens gleichbedeutend mit der Ablehnung des gesamten Themenvorschlags.

Ich werde oft von jungen Autoren gefragt, wie sie ein Thema „verkaufen“, d. h. welcher Redaktion sie es vorschlagen können. Sie sind immer enttäuscht, wenn ich zunächst einmal spontan antworte, dass die Chancen dafür sehr gering seien. Aber das ist auch so: Keine Redaktion wird einem Anfänger den Auftrag für einen längeren Film geben. Jemandem, den man nicht kennt und von dem man nicht weiß, ob er das auch bewältigen kann. Und das hat nicht nur etwas damit zu tun, dass sich in unserer Branche immer noch viele Seiteneinsteiger tummeln. Auch bei jungen Absolventen von Film- und Fernsehstudiengängen ist nicht unbedingt sicher, dass sie einen längeren Film in der geforderten inhaltlichen und technischen Qualität gewährleisten können. Bei manchen Redaktionen gilt sogar das Prinzip, dass einem freien Autor immer ein festangestellter Redakteur als Koautor zugeteilt wird, um so sicherzugehen, dass das Stück auch den qualitativen Anforderungen genügt. Das heißt für die jungen Kollegen: anfangen mit kurzen Fernsehbeiträgen in Fernsehmagazinen und Lokalsendungen, denn dort haben sie mit einem interessanten Thema durchaus eine gute Chance und können sich bewähren. Das sind dann auch gute Referenzen, um irgendwann einmal einen Auftrag für einen langen Film zu bekommen. Für längere Themen sollte man sich entweder einen erfahrenen Kollegen suchen oder einen Produzenten, der bereit ist, das Thema anzubieten. Aber wie findet man einen Produzenten? Vielleicht durch eine persönliche Empfehlung. Oder man schaut sich, wenn man eine spannende Dokumentation gesehen hat, den Abspann genauer an. Dort ist bei einer Auftragsproduktion der Produzent genannt. Die Kontaktdaten findet man auf der Internetseite und das ist schon mal ein guter Anknüpfungspunkt für den ersten Kontakt. Und, wer weiß, vielleicht der „Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

 

Zusammengefasst heißt das: Um ein gutes Exposé schreiben zu können, muss ich vor allem

  • den vorgesehenen Sendeplatz kennen,
  • ein interessantes Thema haben,
  • die besondere Idee, den besonderen Zugang, eine zündende Filmgeschichte und gute Protagonisten finden.

Auf jeden Fall muss das Exposé dem Redakteur deutlich machen, wie der Film aussehen wird, er muss ihn quasi vor seinem inneren Auge haben, die Bilder sehen, die Atmosphäre und das Außergewöhnliche gerade dieses Filmes fühlen. Gerade dieses Thema, dieser Film, dieser ganz besondere Ansatz, dieser Autor, dieser Produzent …

Viel Erfolg!

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in: JOURNALISMUS & TECHNIK, NEU, Produzieren

3 Kommentare zu diesem Artikel


  1. Sehr schön und ausführlich beschrieben!
    Ich hätte mir nur gewünscht, dass auf die filmische Umsetzung detaillierter eingegangen wird, z.B. wie gestalterische und technische Mittel zur Realisierung beitragen.

  2. Danke für die Tipps. Habe jetzt schon mehrere kleine Dokumentarfilme realisiert, wusste allerdings immer noch nicht, wie ein gutes Expose aussieht.



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