Die Journalisten-App der Woche: Snapseed

# Marcus Bösch | 27.01.2012

Es gibt hunderte verschiedener Fotobearbeitungs-Apps. Vom einfachen Retro-Filter bis zur mobilen Version von Photoshop. Empfohlen sei diese Woche aber eine andere App. Sie heißt Snapseed und ist die Nummer Eins.
Nun ja, zumindest ist Snapseed iPad App des Jahres 2011 im Bereich Photo-Video. Die App gibt es nämlich auch für das iPad und seit kurzem ist sie auch im Mac App Store zu haben. Varianten für Windows und Android Tablets sollen folgen. Snapseed ist von der Firma NIK, die durch sehr gute Photoshop-Plugins bekannt geworden ist. Statt reine Masse setzt man bei NIK auf Klasse. Und das versehen mit einem sehr bedienerfreundlichen Interface.

Neben den Basisfunktionen wie Auto-Korrektur, Helligkeit/Sättigung, Drehen und Beschneiden bietet Snapseed eine Reihe von Effekten, die jeweils unterschiedliche Stile und Texturen unterstützen und konfigurierbar sind.  Ein Highlight der App verbirgt sich hinter dem Punkt „Selective Adjust“. Hier haben die Macher die so genannte U Point-Technologie von NIK eingearbeitet. Damit ist es möglich bestimmte Bereiche des Bildes auszuwählen und bei diesen die Helligkeit, Kontrast und Sättigung getrennt und präzise einstellen.


Eine jederzeit über das Fragezeichen verfügbare Hilfe zeigt die genaue Bedienung der App. Die beruht aber auf der recht einfachen Unterscheidung: Hoch/Runter Streichen bedeutet den Effekt auswählen. Links/Rechts Streichen bedeutet den ausgewählten Effekt anpassen. Dazu ist es jederzeit möglich das bearbeitete Bild mit der Ausgangsversion zu vergleichen. Ein „Must Have“ urteilt Profi-Fotograf Steffen Böttcher, der hier diverse Foto-Apps getestet hat.


Hier noch eine etwas ausführlichere Besprechung der App in der iPad-Variante, die sich eigentlich fast nur durch das größere Interface unterscheidet. Interessant vielleicht noch wie Bilder in die App und aus der App herauskommen. Fangen wir mit der Veröffentlichung an. Bilder können direkt zurück ins Fotoarchiv gespeichert werden oder per Email versendet werden, wer einen Wifi-Drucker hat, kann das Bild auch direkt drucken oder es zu Flickr, Facebook und Twitter senden. Als Bildquelle bietet Snapseed wie üblich die Kamera und das Fotoarchiv an. Mit dem Apple iPad Camera Connection Kit kann man via SD-Slot oder USB auch Bilder von einer Kamera direkt auf das Apple-Gerät bekommen.

Bewertung:


Größe: 26.5 MB / Kategorie: Foto und Video / Preis: 3,99 Euro

Snapseed bewährt sich als einfach zu bedienende Foto-All-Inclusive Lösung. Durch das vergleichbare Interface auf dem iPad und dem Desktop bietet sich derzeit zumindest für Apple Geräte ein angenehmer Gewöhnungseffekt. Ich muss mich nicht auf jedem Gerät an eine andere Oberfläche gewöhnen.

Die umfangreiche und gut implementierte Hilfe-Funktion plus bereitgestellte Online Videos und eine Online Hilfe runden den guten Eindruck ab, für den man ruhig einmal 3 Euro 99 bezahlen kann.

Hier noch eine Übersicht aller bisheriger Apps für Journalisten. Hast Du weitere Tipps und Empfehlungen?

1 Kommentare zu diesem Artikel


  1. Polichronis Moutevelidis

    Ich kann die Meinung zu Snapseed uneingeschränkt unterschreiben und bin seit Monaten begeistert von dieser Applikation. Ich hatte Snapseed glücklicherweise vor unserem Amerika Urlaub auf dem iPad installiert und habe dann über den Fotostream mit dem iPhone aufgenommene Fotos auf das iPad übertragen und konnte somit cool bearbeitete Fotos direkt per Snapseed auf Facebook hochladen und alle Freunde an unserem Urlaub zumindest fotografisch teilhaben lassen. Die App ist von meinem iPad nicht mehr wegzudenken und wird auch bald den Weg auf mein MacBook finden !!!



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